Chardonnay- weltweit erfolgreiches Allround-Talent aus Burgund

In Burgund, der Heimat der Chardonnay-Traube, erbringt sie seit langem sehr hochwertige Weine. Weltweit ist sie die erfolgreichste weiße Qualitätsrebsorte. Das hohe Ansehen dieser burgundischen Weißweine führte zu vermehrtem Anbau in der ganzen Welt, ganz besonders in den neuen Weinländern. Dies ist nur durch die flexible weiße Rebsorte möglich, die sich den unterschiedlichsten klimatischen Bedingungen und auch unterschiedlichsten Böden anpassen kann.

In Frankreich war die Chardonnay-Traube lange Zeit unter verschiedenen regionalen Namen, wie Chablis, Meursault, Montrachet oder Champagner, bekannt. Erst als in den 1970-er Jahren die ersten Chardonnay-Weine aus Übersee importiert wurden, wurde er wieder bekannter, da in Kalifornien oder Australien die Rebsorte auf dem Etikett vermerkt war. Es kam zu einem Boom der anpassungsfähigen weißen Rebsorte, da die überseeischen Weißweine mit guter Qualität beeindrucken konnten.

Herkunft und Geschichte der weißen Rebe Chardonnay

Die Chardonnay-Traube wurde zunächst in Burgund angebaut bevor sie auch in anderen Teilen Frankreichs kultiviert wurde. Bin in die 1990-er Jahre rätselten Fachleute über den Ursprung dieser weißen Rebsorte, den sie im Orient vermuteten. Allerdings gab es auch Ähnlichkeiten mit anderen in Burgund angebauten Weiß- oder Grauburgunder-Trauben. 1999 ergab eine gentechnische Untersuchung die Abstammung der Chardonnay-Traube von der alten Rebsorte Gouais Blanc und von der weitverzweigten Burgunderfamilie. Es kommen Weiß- oder Grauburgunder und auch die rote Spätburgunder-Rebe in Frage. Man geht davon aus, dass die Chardonnay-Rebe eine natürliche Kreuzung von Gouais Blanc und einer der Burgunderreben ist.

Chardonnay Rebsorte Weißwein

Aus diesen Trauben wird später ein Chardonnay-Wein.
Quelle: John-Morgan/flickr.com

Der Erfolg dieser weißen Rebsorte begann erst im 19. Jahrhundert als sich die Rebe immer weiter bewährte und alte Sorten aus den Weinbergen Burgunds verdrängte. In der kommenden Zeit entwickelte sich der burgundische Chardonnay zu internationalen Topsellern. Allerdings entwickelte sich der Höhenflug dieser weißen Rebsorte erst als die Chardonnay-Weine aus Übersee auf den Markt drängten. Diese Weißweine reichten qualitativ sogar an die Weine aus Burgund heran. Daraufhin wurden weltweit in vielen Ländern Anbauflächen mit Chardonnay bepflanzt oder bestehende Flächen erweitert. Es schien nur noch einen Weißwein zu geben, den man trinken wollte. Vor allem in den USA verloren einige Weinfreunde das Interesse an dieser Traubensorte. Man wollte andere Weinsorten kennen lernen und besann sich auf das ABC-Motte: Anything but Chardonnay. Es gab sogar Fachleute, die befürchteten, dass der exzessive Chardonnay-Anbau andere bewährte Rebsorten verdrängen würde. Der Anbau dieser weißen Rebsorte stagnierte darauf oder war sogar leicht rückläufig.
Heute nehmen andere weiße Varietäten bei den Konsumenten und bei den Winzern auch wieder einen besseren Stellenwert ein aber der Chardonnay hat sich zu Recht als elegante Rebsorte etabliert mit einigen ganz besonderen Eigenschaften.